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Neuberg (pm/tse). Wann immer im
letzten Jahr einige Rüdigheimer zu besinnlichem Gespräch zusammenkamen, war
der bedauerliche Zustand ihrer Kirche alsbald ein Thema. Doch meist blieb es
beim „Man sollte, man müsste...” Dem Vorstoß von Gislinde Strempel,
Ingeborg Mayer und der tatkräftigen Unterstützung von Klaus Wittlich war es
schließlich zu verdanken, dass sich einige Neuberger Bürger zusammenfanden,
mit dem Ziel „Mittel zu akquirieren sowie Maßnahmen zu veranlassen und zu
fördern, damit die denkmalgeschützte. gotische Johanniterkirche in Rüdigheim
erhalten bleibt“. So steht es in der Satzung des dieser Tage frisch
gegründeten Fördervereins. Nach Vorgesprächen, moderiert von
Bürgermeisterin Iris Schröder, wurde bereits in einer ersten Sitzung von 22
Gründungsmitgliedern ein Vorstand gewählt, der den Auftrag bekam. Satzung
und Beitragsordnung des Fördervereins auszuarbeiten. Als dieser Vorstand
schließlich zur konstituierenden Sitzung in die Rüdigheimer Kommende einlud,
kamen bereits 39 Bürger aus beiden Ortsteilen, aber auch interessierte Gäste
aus Oberissigheim. Dies zeigt, dass die ehemalige Johanniterkirche nicht nur
religiöser Mittelpunkt der kleinen Gemeinde ist, sondern auch als
Kulturdenkmal gesehen wird, das im Main-Kinzig-Kreis seinesgleichen sucht.
Immerhin ist die Rüdigheimer Kirche das älteste, gotische Sakralgebäude im
Kreis und überdies so hervorragend platziert, dass es sofort auch denen ins
Auge fällt, die an Rüdigheim nur vorbeifahren.
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Die vorgelegte Satzung und die
Beitragsordnung wurden auf der konstituierenden Sitzung von der Versammlung
einstimmig beschlossen, der designierte Vorstand nochmals bestätigt. Da sich
viele Anwesende entschlossen, dem frisch aus der Taufe gehobenen
Förderverein beizutreten, zählte man zum Ende der Veranstaltung bereits 40
Mitglieder. Damit kann für den Förderverein nun die eigentliche Arbeit, das
Einwerben von Spenden und der Weg durch die Institutionen, beginnen.
Ein weiteres wichtiges Anliegen bleibt
allerdings, nämlich den Förderverein auf eine noch breitere Basis zu
stellen. Um möglichst viele für die Unterstützung des ehrgeizigen Vorhabens
zu gewinnen, war es den Initiatoren wichtig, deutlich zu machen, dass die
Mitgliedschaft nicht an weltanschauliche oder politische Überzeugungen
gebunden ist.
Gespräch mit Denkmalschutzbehörde
Zu den nächsten Vorhaben des Fördervereins zählt auch ein Gespräch mit der
Denkmalschutzbehörde des Main-Kinzig-Kreises, außerdem sind Veranstaltungen
und Werbung um Firmenspenden geplant. Ein Nahziel ist dabei die finanzielle
Unterstützung der durch die Kirchenleitung bereits in die Wege geleiteten
Teilsanierung der gefährdeten Dachkonstruktion. Die Mitglieder des
Vorstands des Vereins sind Vorsitzender Uwe Wagner. Stellvertreterin ist
Bürgermeisterin Iris Schröder, Schatzmeister Reinhold Hensel,
Schriftführerin Ingeborg Mayer, Beisitzer Pfarrerin Gerda Köhler-Pencz,
Klaus Wittlich und Stefan Wittlich.
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